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Outdoor-Erste-Hilfe - gute Vorbereitung ist die halbe Miete PDF Drucken E-Mail

Wenn ein paar Freunde gemeinsam in den Bergen unterwegs sind machen sie sich selten viele Gedanken über das Thema Notfall-Management und Erste Hilfe. Das böse Erwachen kommt erst, wenn es zu spät – sprich der Unfall passiert ist. Dabei helfen einige einfache Tipps das Schlimmste zu vermeiden und geben ein gewisses Gefühl von Sicherheit auf Tour.

Vorbereitung:
- Die Teilnehmer sollten in der Gruppe untereinander Handynummern tauschen und prüfen ob jeder die aktuellen Nummern gespeichert hat. Telefon-Nummern der Bergrettung und der angestrebten Unterkünfte ebenfalls speichern oder auf einem kleinen Merkzettel für jeden notieren.
- Kartenmaterial und Tourenbeschreibungen in Papierform gehören mit auf Tour. Wer sich allein auf sein GPS verlässt, kann böse Überraschungen erleben.
- Es macht Sinn auf den Karten die jeweils markanten Routenpunkte deutlich zu kennzeichnen. Das können Gipfelziele, Berghütten oder Sehenswürdigkeiten sein. Damit ist der aktuelle Standort schnell zu lokalisieren - auch für den, der wenig Übung im Kartenlesen hat.
Ausrüstung:
- Jeder sollte sein eigenes kleines Erste-Hilfe-Set dabei haben. Dann ist er nicht verloren, wenn sich die Gruppe aus irgendwelchen Gründen aufteilen muß. Dort hinein gehören zumindest Rettungsdecke, etwas Verbandsmaterial und ein paar Pflaster-Streifen.
- Eine Trillerpfeife kann im unübersichtlichen Gelände und bei Nebel gute Dienste leisten. Manche neuen Rucksäcke haben sie schon im Brustgurt integriert.
- In den Rucksack gehört auch eine Mini-Reiseapotheke. Diese muß sich jeder selbst zusammenstellen. Der Gruppenleiter kennt weder die typischen Reisekrankheiten des Einzelnen, noch weiß er welche Medikamenten-Allergien bestehen.
- Außerdem sollte ein umfangreicheres Gruppen-Erste-Hilfe-Set mit auf Tour genommen werden. Vorschläge wie dies aussehen könnte, geben die Alpenvereine in ihren Lehrbüchern.
Erste Hilfe:
- Die lebensrettenden Sofortmaßnahmen wie Druckverband oder stabile Seitenlage soll jeder in der Gruppe beherrschen. Es hilft nichts sich auf den Gruppenleiter zu verlassen, denn auch er ist nicht automatisch immun gegen Unfälle jeglicher Art.
- In der Gruppe sollte es einen Plan fürs Notfall-Management geben. Der professionelle Bergführer oder Guide hat diesen immer im Hinterkopf. Doch wenn man mit Freunden unterwegs ist, macht es durchaus Sinn bei einem Hüttenabend darüber zu diskutieren, statt sich beim x-ten Bier von eigenen Heldentaten zu erzählen.
- Erste Hilfe in den Bergen funktioniert anders als die klassische Erste Hilfe in unserer städtischen Zivilisation. Auf diese Besonderheiten kann man sich in speziellen Outdoor-Erste-Hilfe-Kursen vorbereiten.

 


Bei mountainride.de werden in den Wintermonaten Notfallmanagement-Kurse zu den oben angesprochenen Themen angeboten.